Wintersonnwende – innere Ruhe & Klarheit finden
- Katja
- 20. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Wenn weniger Licht nach innen führt
Es ist dieser eine Moment im Jahr, den man leicht übersieht. Draußen ist es still, vielleicht sogar ein bisschen zu still. Die Luft wirkt klarer, die Geräusche gedämpft. Die Tage sind kurz geworden, als hätte die Zeit selbst beschlossen, einen Gang zurückzuschalten. Die Wintersonnwende kommt leise. Kein Feuerwerk, kein Applaus. Nur dieser feine Übergang, an dem etwas endet – und gleichzeitig etwas Neues beginnt.
Viele Menschen spüren um diese Zeit eine besondere Müdigkeit. Nicht die „Ich-habe-zu-wenig-geschlafen“-Müdigkeit, sondern diese tiefere. Eine, die sagt: Es war viel. Dieses Jahr. Die letzten Monate. Vielleicht sogar die letzten Jahre. Der Körper zieht sich zurück, der Geist wird stiller. Und irgendwo zwischen To-do-Listen, Kerzenlicht und dem Wunsch nach Ruhe taucht sie auf: die Sehnsucht nach Ordnung. Innen wie außen.
Die Wintersonnwende markiert den kürzesten Tag und die längste Nacht. In diesen Tagen liegen Wintersonnwende und Neumond nahe beieinander. Zwei Zeitqualitäten, die nicht nach außen drängen, sondern nach innen führen. Ab jetzt wird es langsam wieder heller. Nicht sofort. Nicht spektakulär. Sondern in winzigen, kaum messbaren Schritten. Genau darin liegt ihre Kraft. Sie erinnert uns daran, dass Veränderung oft im Unsichtbaren beginnt. Dass Bewusstseinsarbeit nicht laut sein muss. Und dass Energiearbeit nichts mit „höher, schneller, weiter“ zu tun hat – sondern mit ehrlichem Hinspüren. Gerade zur Wintersonnwende wird deutlich, wie wichtig innere Ruhe und ehrliches Spüren sind.

Vor langer Zeit spielte das Yule-Fest eine zentrale Rolle in unserer Kultur. Lange bevor Kalender und feste Zeitpläne den Alltag bestimmten, orientierten sich Menschen an Licht, Natur und dem Rhythmus des Jahres. Die Wintersonnwende galt als Schwelle: Das Alte war abgeschlossen, das Neue noch nicht sichtbar.
Das Wissen darum, dass das Licht zurückkehrt – auch wenn es zunächst kaum wahrnehmbar ist.
Gerade jetzt lädt diese Zeit dazu ein, innerlich aufzuräumen. Nicht mit Druck, nicht mit großen Ritualen der Transformation, wenn sie sich nicht stimmig anfühlen. Sondern mit kleinen, menschlichen Gesten. Vielleicht ist es ein Spaziergang ohne Handy. Vielleicht ein Abend ohne Bildschirm. Oder fünf Minuten am Morgen, in denen du dich fragst:
„Was darf gehen, damit wieder Platz entsteht?“
Ein Impuls für den Alltag: Setz dich mit einer Tasse Tee hin und schreib drei Dinge auf, die dich in diesem Jahr genährt haben. Und drei, die dich herausgefordert haben. Mehr nicht. Kein Analysieren, kein Bewerten. Nur Wahrnehmen.
Oft entsteht genau dort Klarheit im Leben – zwischen den Zeilen.
Und dann ist da noch dieses sehr menschliche Phänomen: Man nimmt sich vor, es ruhiger anzugehen. Bewusster. Geerdeter. Und stellt im Dezember fest, dass man trotzdem wieder zu viele Termine, Gedanken und Erwartungen mit sich herumschleppt. Auch das gehört dazu. Menschsein ist kein optimiertes System. Eher ein fortlaufender Versuch – mit Umwegen, kleinen Erkenntnissen und der leisen Hoffnung, es beim nächsten Mal etwas freundlicher mit sich selbst zu meinen.
Wenn Menschen spüren, dass sie nicht noch mehr Input brauchen, sondern Verbindung. Zu sich selbst. Zu ihrer eigenen Energie. Ob über Energiearbeit, Human Design oder stille Präsenz – es geht nie darum, jemand anderer zu werden. Sondern sich selbst wieder näher zu kommen. In der Essenz.
Manches klärt sich nicht im Denken, sondern im Erleben. Eine Einzelsession kann Raum dafür öffnen – für Stille, Ausrichtung und ehrliches Spüren.

Vielleicht ist diese Zeit kein Aufruf zum Tun, sondern zum Lauschen. Vielleicht ist innere Ruhe finden kein Ziel, sondern ein Nebenprodukt von Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Die Wintersonnwende zwingt uns zu nichts. Sie lädt ein.
„Man muss den Dingen die eigene, stille, ungestörte Entwicklung lassen.“ – Rainer Maria Rilke
Raum für eine Session
Zeit zum Innehalten
In der Source Praxis begleite ich dich dort, wo Worte oft nicht mehr reichen – im Spüren, im Innehalten, im Klären dessen, was gerade da ist. In deinem Tempo.
In diesem Sinne: Lass das Leben fließen – sanft, echt und lebendig.
Alles Liebe,
Katja


